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Weihnachtsmann

Welche Geschenke darf ich verschicken?

20.12.2016

Rechtsfrage des Tages:

Ich bin mal wieder spät dran. Die letzten Weihnachtspäckchen wollte ich morgen zur Post bringen. Mein Neffe bekommt etwas für sein Hobby Tischtennis. Ich habe mal gehört, dass ich Tischtennisbälle nicht verschicken darf. Stimmt das? Was darf generell nicht ins Päckchen?

Antwort:

Das ferngesteuerte Auto, Bücher oder ein Rasierwasser - wie jedes Jahr haben die Post- und Transportdienste alle Hände voll zu tun mit den guten Gaben zu Weihnachten. Viele Geschenke werden mehr oder weniger kurz vor Weihnachten verschickt und sollen für leuchtende Augen sorgen. Aber nicht alles darf auf dem Postwege versandt oder einem Transportunternehmen übergeben werden. Alle Paketdienste und Transporteure haben in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ausschlüsse für bestimmte Güter festgelegt.

Viele Alltagsgegenstände gelten nach dem Transportrecht als Gefahrgut. Und Artikel die gefahrgutrechtlichen Vorschriften unterliegen werden in aller Regel von den Transportunternehmen für Privatpersonen nicht befördert. Sie werden staunen, was alles dazu gehört: Parfüms, Deo- oder Haarspray, Nagellacke, Streichhölzer, Lithiumbatterien und - ja - auch Tischtennisbälle. Zumindest wenn sie noch aus Zelluloid sind, da dieses leicht entflammbar ist. Im Extremfall sollen die Bälle sogar explodieren können.

Aber darf der Paketdienst die Pakete einfach so öffnen und kontrollieren? Eigentlich nicht, denn bei uns gilt das Post- und Briefgeheimnis. Niemand darf unbefugt Briefe, Päckchen oder Pakete öffnen. Eine Ausnahme finden Sie aber in § 39 Absatz 4 Postgesetz. Der Paketdienst darf nämlich gerechtfertigt das Postgeheimnis brechen, sofern es zur Abwendung von Gefahren notwendig ist. Zu Prüfungszwecken dürfen Pakete in Verdachtsfällen geöffnet werden. Die meisten Paketdienste behalten sich dieses Recht auch in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor. Eine vertragliche Verpflichtung wird hingegen nicht übernommen.

Sie wollen Schmuck oder ein neues Tablet verschicken? Machen Sie sich vorher über die Versandbedingungen schlau. Bei vielen Paketdiensten sind die Sendungen zwar versichert. Die Deckungssumme liegt aber meist bei um die 500 Euro. Eine Höherversicherung bieten diese Dienste für Privatpersonen in der Regel nicht an. Geht dann das Paket mit dem teuren Smartphone verloren, bleiben Sie zumindest auf einem Teil Ihres Schadens sitzen.

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