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Mann vor Flugzeug

Fluggesellschaft pleite: Und nun?

15.12.2017

Rechtsfrage des Tages:

Wer derzeit die Presse verfolgt, wird um die Nachricht über die Insolvenz einer bekannten Fluggesellschaft nicht herumkommen. Vielleicht sind Sie sogar selbst von einer Flugstreichung betroffen. Welche Rechte haben gestrandete Urlauber und Fluggäste, die zu Hause bleiben müssen?

Antwort:

Nach Bekanntgabe des Insolvenzantrags einer österreichischen Fluggesellschaft folgte schnell die Meldung, dass sämtliche Flieger dieser Airline nicht mehr starten werden. Für die einen heißt das ein geplatzter Weihnachtsurlaub. Andere müssen ihren Aufenthalt am Reiseziel unfreiwillig verlängern.

Unterscheiden müssen Sie zwischen reinen Flugbuchungen und Pauschalreisen. Haben Sie eine Kombination aus Hotel, Flug und vielleicht noch anderen Leistungen gebucht, müssen Sie sich an Ihren Reiseveranstalter wenden. Dieser muss sich um einen Ersatzflug kümmern. Unter Umständen können Sie auch eine Entschädigung verlangen.

Schlechter sieht es aus für Fluggäste, die ihr Ticket direkt gekauft haben. Einen Anspruch auf einen Ersatzflug haben Sie dann nicht. Deutsche Fluggesellschaften haben aber in Aussicht gestellt, im Rahmen einer Rückholaktion vergünstigte Plätze in Flugzeugen für gestrandete Fluggäste zur Verfügung zu stellen. Auf eine Entschädigungsleistung dürfen Sie aber kaum hoffen. Diese Ansprüche können Sie nur zur Insolvenztabelle anmelden. Sollte mit Abschluss des Verfahrens noch Geld übrig sein, bekommen Sie mit viel Glück eventuell noch etwas ausbezahlt.

Bei reinen Flugbuchungen kommt es in der Regel nicht darauf an, ob Sie bei der Fluggesellschaft selbst oder über eine Buchungsplattform im Internet bestellt haben. Diese Plattformen übernehmen meist nur eine Vermittlertätigkeit. Tritt das Portal oder auch Reisebüro hingegen selbst als Vertragspartner auf, kommen Ansprüche auf einen Ersatzflug oder Schadensersatz und Erstattung des Flugpreises in Betracht.

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Tags: Insolvenz Flug

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