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Polizei Kontrolle

Polizeikontrolle: Wie verhalte ich mich?

23.11.2017

Rechtsfrage des Tages:

Auch wenn Ihre Weste noch so weiß ist, winkt die Polizei Sie raus bekommen Sie sicherlich trotzdem einen Schreck. In jedem Fall ist es gut, Ihre Rechte und Pflichten zu kennen. Müssen Sie allen Aufforderungen der Beamten nachkommen?

Antwort:

Mal ehrlich: werden Sie zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle an den Straßenrand gewunken, bekommen Sie sicherlich auch einen Schreck. Aber keine Sorge. Meist liegt der Maßnahme kein besonderer Verdacht zugrunde. Geregelt finden Sie diese Verkehrskontrolle in § 36 Absatz 5 Straßenverkehrsordnung (StVO).

Die Polizei kann Sie als Fahrzeugführer und/ oder Ihr Fahrzeug überprüfen. Sind Sie als Person von Interesse, werden Sie zunächst Führerschein und Fahrzeugpapiere vorzeigen müssen. Damit wollen sich die Beamten überzeugen, dass Sie die notwendige Fahrerlaubnis besitzen. Außerdem schauen die Polizisten genau hin, ob Sie vielleicht aufgrund von Drogen- oder Alkoholkonsums oder wegen Übermüdung nicht mehr fahrfähig sind.

Als Fahrer haben Sie gewisse Mitwirkungspflichten. So müssen Sie die Papiere vorzeigen und nach Aufforderung das Fahrzeug verlassen. Eine Weigerung kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Hingegen ist die Teilnahme an einem Atemalkoholtest oder Drogenschnelltest freiwillig. Werden Sie aufgefordert, ins Röhrchen zu pusten, dürfen Sie sich weigern.

Bei einem begründeten Anfangsverdacht kann Sie die Polizei aber zur Blutentnahme mit auf das Polizeirevier nehmen. Oder diese wird im Krankenhaus durchgeführt. Sind Sie also sicher, dass Sie absolut nüchtern sind, kann ein Drogenschnelltest oder die Atemalkoholkontrolle der schnellste Weg sein.

Ruhig und höflich können Sie eine Polizeikontrolle schnell überstehen. Aber Achtung! Wird Ihnen die Einleitung eines Strafverfahrens eröffnet oder eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen, sollten Sie nicht redselig werden. Machen Sie besser von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Äußern können Sie sich später noch schriftlich. Und dann eventuell über Ihren Anwalt.

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