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Schreiner

Handwerk: Nebenbetrieb oder Schwarzarbeit?

12.11.2018

Rechtsfrage des Tages:

Wer als Handwerker tätig ist, muss bei eintragungspflichtigen Tätigkeiten in die Handwerksrolle eingetragen sein. Ansonsten liegt ein Fall von Schwarzarbeit vor. Gibt es aber auch Ausnahmen?

Antwort:

Schwarzarbeit ist verboten - so viel dürfte jedem klar sein. Weniger klar sind manchmal die Grenzen zwischen Schwarzarbeit und zulässiger Tätigkeit. Diese Abgrenzung kann insbesondere im Handwerk schwierig sein. Denn zur Schwarzarbeit gehören auch eintragungspflichtige handwerkliche Tätigkeiten von Betrieben, die nicht in die Handwerksrolle eingetragen sind. Wer also eine Kfz-Werkstatt betreibt ohne eingetragen zu sein, macht sich wegen Schwarzarbeit schuldig.

Es gibt aber auch eigentlich zulassungspflichtige handwerkliche Tätigkeiten, die ohne Eintragung in die Handwerksrolle legal ausgeübt werden dürfen. Dies sind unter anderem industriemäßige Ausführungen oder die Ausführung von unwesentlichen Tätigkeiten. Besonders wichtig wird die Abgrenzung bei nichthandwerklichen Betrieben, die neben der Haupttätigkeit handwerkliche Tätigkeiten im unwesentlichen Nebenbetrieb betreiben.

Ein Beispiel hierfür ist das Betreiben einer Tankstelle. Wird zusätzlich noch in der eigenen Kfz-Werkstatt geschraubt, so muss diese Tätigkeit eigentlich eingetragen werden. Diese Pflicht entfällt, wenn es sich um einen unerheblichen Nebenbetrieb handelt. Die Voraussetzungen dafür finden Sie in § 3 Handwerksordnung (HWO). Solange die Tätigkeit unter der Unerheblichkeitsschwelle bleibt, müssen Sie diese nicht eintragen lassen. Gleiches gilt beispielsweise für einen Fahrradhändler, der gelegentlich auch Fahrräder repariert. Oder einen Sanitärhandel, der ab und an auch Sanitäranlagen installiert.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer, D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte

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Tags: Gewerbe

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