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Laternen

Aufsichtspflicht beim St. Martins-Umzug

9.11.2018

Rechtsfrage des Tages:

Am kommenden Sonntag finden überall wieder die traditionellen St-Martins-Umzüge statt. Häufig begleitet von einem Martinsdarsteller hoch zu Ross ziehen Groß und Klein mit Laternen durch die Straßen. Wer trägt die Aufsichtspflicht, wenn der Umzug von der Kita veranstaltet wird?

Antwort:

Am Sonntag werden Kinderaugen wieder mit ihren Laternen um die Wette leuchten. Viele Kitas und Kindergärten veranstalten anlässlich der Feier des heiligen St. Martin einen Laternenumzug. Leider kann bei einem solchen Umzug auch immer mal etwas passieren. Sei es, dass ein Kind versehentlich ein Auto verkratzt oder eine abbrennende Laterne einen Gartenzaun ankokelt. Wer die Aufsichtspflicht bei einem solchen Umzug hat, kommt auf den teilnehmenden Personenkreis und die offiziellen Veranstalter an.

Veranstaltet die Kita einen Umzug allein mit den dort betreuten Kindern, liegt die Aufsichtspflicht bei den Betreuern. Häufig werden zu solchen Veranstaltungen die Eltern um Hilfe geben. Die freiwilligen Helfer übernehmen dann ihrerseits mit die Aufsichtspflicht für die bunte Schar. Nehmen allerdings die Eltern und Geschwisterkinder an der Feier teil, tragen diese auch selbst die Aufsichtspflicht über ihren Nachwuchs.

Meist weisen Kitas bereits in ihren Einladungen auf diesen Umstand hin. Etwas Anderes kann gelten, wenn die Betreuer beispielsweise mit den Kindern eine Überraschung vorbereitet haben. Verschwinden diese zum Umziehen für ein kleines Theaterstück, müssen wiederum die Betreuer die Aufsicht führen. Dabei sollten sie den Eltern gegenüber klar kommunizieren, ab wann deren Aufsichtspflicht endet und wann sie wieder beginnt.

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