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Steuererklärung für Verstorbene

9.10.2019

Rechtsfrage des Tages:

Wer im Rahmen einer Erbschaft an das Finanzamt denkt, dem fällt zunächst die Erbschaftssteuer ein. Aber auch eine andere Steuererklärung spielt eine Rolle. Woran müssen Sie denken?

Antwort:

Treten Sie eine Erbschaft an, gehen alle Vermögenswerte und Besitztümer des Verstorbenen auf Sie über. Zudem erben Sie aber auch alle finanziellen Verbindlichkeiten wie Schulden und vertragliche Verpflichtungen. Und auch eine mögliche Steuerschuld gehört dazu. Daher müssen Sie als Erbe die Steuerangelegenheiten des Verstorbenen regeln.

Zur unangenehmen Pflicht gehört es deshalb, für den Verstorbenen eine Einkommenssteuererklärung abzugeben. Hat dieser die Abgabefristen der letzten Jahre vernachlässigt, müssen Sie sich sogar für die vergangenen Jahre mit dem Finanzamt auseinandersetzen. Hilfreich bei der Erstellung der Erklärung kann der letzte Steuerbescheid sein. Unter Vorlage des Erbscheins können Sie außerdem beim Finanzamt Auskunft verlangen.

Ein Trost: Mögliche Steuernachzahlungen werden von der Erbmasse abgezogen. Unter Umständen kann dies Ihre Steuerlast bei der Erbschaftssteuer mindern. Oder vielleicht haben Sie auch Glück. Denn unter Umständen steht Ihnen eine Steuererstattung ins Haus. Diese gehört zu Erbmasse und steht Ihnen als Erbe zu.

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