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Kürbis

Halloween: Haftung für böse Streiche

30.10.2017

Rechtsfrage des Tages:

Morgen ist Reformationstag und aufgrund des Luther-Jubiläums kann sich ganz Deutschland über einen Feiertag freuen. Seit Jahren ist es zudem Tradition, auch bei uns den amerikanischen Brauch des Halloween zu feiern. Doch wer haftet, wenn Ihre Kinder beim Streichespielen über die Stränge schlagen?

Antwort:

Eigentlich soll es allen Spaß bringen: Lustig verkleidete Kinder ziehen fröhlich durch die Straßen und fordern Süßigkeiten und Naschzeug. Dabei gehört es zum Brauch, dass die Kinder Halloween-Muffeln "Saures" androhen. Setzen sie die Drohung in die Tat um, sollte es eigentlich bei harmlosen Streichen wie dem Verstecken der Fußmatte bleiben. 

Wird aber durch den Streich beispielsweise das Auto beschädigt, Pflanzen zerstört oder anderer Schaden angerichtet, ist es mit dem Spaß vorbei. Ob das Kind selbst oder unter Umständen die Eltern haften, kommt zunächst auf das Alter des Kindes an. Bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres haften Kindern nämlich grundsätzlich nicht. Sie sind deliktsunfähig. Im Straßenverkehr liegt die Grenze bei zehn Jahren.

Zwischen dem 7. oder 10. Lebensjahr und der Volljährigkeit mit 18 kommt es auf die Einsichtsfähigkeit des Kindes an. Je älter das Kind ist, umso mehr Einsichtsfähigkeit wird von ihm erwartet. Allerdings kann auch schon ein normal entwickelter Neunjähriger wissen, dass er durch Zündeln schwere Brände verursachen kann. In diesem Fall würde er selbst für den verursachten Schaden haften.

Haftet das Kind nicht, kommt eine Verantwortung der Eltern wegen Verletzung ihrer Aufsichtspflicht in Betracht. Hat Ihr Nachwuchs im letzten Jahr schon bei seinen Streichen übertrieben, sollten Sie ihn nicht unbeaufsichtigt losziehen lassen. Andernfalls werden Sie vermutlich von verärgerten Nachbarn in Anspruch genommen. Dabei kommt es aber immer sehr auf den konkreten Fall an.

Je nach Alter, Temperament und Einsichtsfähigkeit Ihres Kindes sollten Sie vor dem Halloween-Ausflug klare Regeln besprechen. Und ärgert sich Ihr Nachbar über rohe Eier an den Fensterscheiben, sollten Sie unabhängig von einer Haftung vielleicht Ihre Hilfe anbieten.

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