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Mann am Laptop bearbeitet Paket

Werbung in Autoreply-Nachrichten

17.09.2018

Rechtsfrage des Tages:

Es gehört zum guten Service, seinen Kunden eine Eingangsbestätigung auf seine E-Mail zu schicken. Die sogenannte Autoreply-Funktion bietet eine praktische Möglichkeit. Wäre es nicht eine gute Idee, in dieser automatischen Antwortnachricht kostengünstig Werbung zu platzieren?

Antwort:

Die Idee mag verlockend klingen, Ihre Kunden auf diese einfache Art mit zusätzlicher Werbung zu erreichen. Sind Ihre Kunden Verbraucher sollten Sie allerdings lieber darauf verzichten. Bereits 2015 hat der Bundesgerichtshof nämlich entschieden, dass Werbung in automatischen Antwortnachrichten unzulässig sind (BGH, Urteil vom 15.12.2015, Aktenzeichen IV ZR 134/15). Zumindest, sofern der Kunde nicht ausdrücklich vorher eingewilligt hat. Bei automatisch generierten E-Mails dürften Sie dies vorher kaum kontrollieren können.

Ebenso entschied letztes Jahr das Amtsgericht Bonn (Urteil vom 01. 08.2017, Aktenzeichen 104 C 148/17). Die Folge einer unzulässigen Werbezusendung kann eine Abmahnung mit nicht unerheblicher Kostenfolge sein. Eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung brauchen Sie von Ihren Kunden zwar nicht zu befürchten. Ansprüche aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) können nämlich nur Mitwettbewerber herleiten.

Die Gerichte sehen aber in der Zusendung unverlangter Werbung einen Eingriff in die Privatsphäre des Verbrauchers und damit eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Ohne vorherige Einwilligung können also auch Privatpersonen Ihnen in diesen Fällen eine Abmahnung schicken.

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Tags: Gewerbe

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