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Frau im Dirndl

Mit dem Dinrdl ins Büro

27.09.2018

Rechtsfrage des Tages:

Zur Wiesnzeit halten Dirndl, Lederhosen und Co. nicht nur in Bayern Einzug. Bis rauf in den Norden können Sie die Auswirkungen des Oktoberfestes derzeit erleben. Aber dürfen Sie auch mit einem Dirndl oder zünftiger Lederhosn ins Büro gehen?

Antwort:

Ob Sie im Oktoberfest-Look zur Arbeit gehen dürfen, hängt von Ihrem Job und auch Ihrem Arbeitsort ab. Während es in Bayern vielerorts vielleicht sogar erwünscht ist, können Dirndl und Trachtenbekleidung in anderen Region Deutschlands zumindest für Aufsehen sorgen. In bestimmten Branchen ist eine spezielle Arbeitsbekleidung aus Hygiene- oder Arbeitsschutzvorschriften verpflichtend. Dann dürfen Sie auch während der Wiesnzeit Ihre Sicherheitsschuhe, Hygienehauben oder Schwesternkittel nicht gegen Trachtenröcke und Jancker tauschen.

In anderen Bereichen kann der Vorgesetze zumindest in bestimmten Grenzen im Sinne seines Weisungsrechts Bekleidungsregeln aufstellen. Insbesondere bei Arbeiten mit Kundenkontakt kann er den Mitarbeitern das Tragen bestimmter Kleidung vorschreiben oder eben verbieten. Gehen Sie hingegen ohne Außenkontakt Ihrer Arbeit im Büro nach, dürfen Sie mehr oder weniger das anziehen, worauf Sie Lust haben. Wichtig ist dabei aber auch, dass Sie den Arbeitsfrieden nicht stören. Fühlen sich Kollegen durch einen allzu kurzen Rock abgelenkt, sollten Sie diesen künftig lieber nur in der Freizeit tragen.

Letztlich muss Ihr Chef dabei auch den Gleichbehandlungsgrundsatz beachten. Er darf dem einen Mitarbeiter die Lederhose nicht untersagen, während er diese bei einem anderen duldet. Zumindest dann nicht, wenn es keinen sachlichen Grund für die Ungleichbehandlung gibt.

 

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