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Frau kauft im Supermarkt ein

Taschenkontrolle im Supermarkt

29.08.2018

Rechtsfrage des Tages:

Wollte der nette Kassierer im Supermarkt auch schon einmal in Ihre Einkaufstasche schauen? Oder sind Sie vielleicht sogar mal ins Visier eines Kaufhausdetektivs geraten? Die Frage ist, ob Mitarbeiter eines Ladens überhaupt Taschenkontrollen durchführen dürfen.

Antwort:

Ladendiebstähle können für Kaufhäuser und Supermärkte einen erheblichen Verlust bedeuten. Verständlich, dass die Inhaber mit Überwachung und Kontrolle die Langfinger erwischen wollen. Bei allem nachvollziehbarem Interesse darf aber niemand einfach so in Ihre Handtasche oder den Einkaufsbeutel schauen. Im Sinne Ihres allgemeinen Persönlichkeitsrechts können Sie nämlich selbst entscheiden, wer in Ihre Tasche schauen darf und wer nicht.

Nur wenn Sie auf frischer Tat ertappt werden, darf der Detektiv oder Mitarbeiter einen Blick in Ihre Tasche werfen. Dafür muss er Sie aber konkret beobachtet haben. Ein bloßer Verdacht reicht hingegen nicht aus. Sie können dann allerdings so lange festgehalten werden, bis die Polizei erscheint. Diese darf dann Ihre Beutel und Taschen durchsuchen.

In vielen Supermärkten gehört es zu den Nutzungsbedingungen, dass mitgebrachte Taschen oder Einkaufstüten im Auto gelassen oder im Schließfach deponiert werden müssen. Als Hausrechtsinhaber darf der Betreiber des Marktes dies durchaus festlegen. Durch die Bedingungen kann er allerdings nicht eine eigentlich rechtswidrige Taschenkontrolle legalisieren. Es nützt ihm also nichts, in den Nutzungsbedingungen eine Überprüfung jeder mitgebrachten Tasche anzukündigen. Dies macht eine Taschenkontrolle selbst bei einem Tatverdacht nicht zulässig.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles, D.A.S. Rechtsschutz für Senioren.

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Tags: Shopping

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