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Hund sieht aus Autofenster

Hunderettung aus dem Auto

7.08.2018

Rechtsfrage des Tages:

Die extreme Hitze hat auch unseren vierbeinigen Freunden deutlich zu schaffen gemacht. Tierquälerei ist es da, sein Haustier auch nur für kurze Zeit im Auto zu lassen. Dürfen Sie ein eingeschlossenes Tier befreien?

Antwort:

Auch schon bei deutlich geringeren Temperaturen als derzeit kann ein Auto zur tödlichen Falle für Haustiere werden. Schon wenige Minuten reichen manchmal aus. Daher sollten Tierhalter im Sommer auf keinen Fall das Auto als Hundezwinger nutzen. Entdecken Sie ein eingeschlossenes Tier, dürfen Sie dieses befreien. Selbst wenn Sie dabei einen Sachschaden anrichten, können Sie nicht belangt werden.

Beachten Sie aber folgendes. Strafrechtlich handeln Sie geschützt durch den Rechtfertigungsgrund des Notstands. Und vor Schadensersatz bewahrt Sie der ähnliche § 228 Bürgerliches Gesetzbuch. Wenn Sie nämlich eine fremde Sache zur Abwendung einer drohenden Gefahr für sich oder andere beschädigen oder zerstören, handeln Sie nicht widerrechtlich. Umfasst ist davon auch der Schutz von Tieren. Allerdings müssen Sie stets das mildeste Mittel wählen.

Schauen Sie also erst, ob Sie den Hundehalte vielleicht im Umkreis finden können, sofern dazu noch Zeit ist. Rufen Sie die Polizei und ziehen Sie Zeugen hinzu. Können Sie das Eintreffen der Polizei aufgrund des Zustands des Tieres nicht abwarten, dürfen Sie selbst Hand anlegen. Prüfen Sie zunächst die Autotüren. Mit Glück ist das Auto unverschlossen. Gelangen Sie nicht hinein, dürfen Sie eine Scheibe einschlagen, um das Tier zu befreien. Während Sie nichts zu befürchten haben, muss der Hundehalter mit einer Strafanzeige wegen Tierquälerei rechnen.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles, D.A.S. Rechtsschutz für Senioren.

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Tags: Tiere

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