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Mann mit Einkaufstüten

Gefälschter Luxus aus dem Urlaub

21.08.2018

Rechtsfrage des Tages:

In vielen beliebten Urlaubsländern locken Händler mit Luxuswaren zu Schnäppchenpreisen. Da stört es manchen auch nicht, wenn er eine "Prado-Tasche" oder Turnschuhe von "Adidos" mit nach Hause nimmt. Doch dürfen Sie solche Plagiate ungestraft in Deutschland einführen?

Antwort:

Wie so oft kommt es darauf an. Haben Sie für den persönlichen Gebrauch eine gefälschte Luxusuhr gekauft oder eine nicht ganz echte Designer-Jeans, dürfen Sie mit diesen Souvenirs problemlos einreisen. Sie müssen dabei nur die Reisefreigrenzen beachten, sofern Sie aus einem Nicht-EU-Staat nach Hause kommen. Diese liegen je nach Verkehrsmittel zwischen 300 und 430 Euro. Es lohnt sich also, auch bei Plagiaten den Kassenzettel aufzubewahren.

Probleme am Zoll dürfen Sie hingegen erwarten, wenn Sie es beim Einkaufen übertrieben haben. Erweckt der Inhalt Ihrer Koffer den Eindruck eines Handelsreisenden, werden die Zöllner hellhörig. Das Einführen von Plagiaten für den gewerblichen Handel ist nämlich verboten. Haben Sie also beispielsweise Turnschuhe in fünf verschiedenen Größen und jeweils drei unterschiedlichen Farben im Gepäck, müssen Sie nicht nur mit einer Strafanzeige rechnen. Die Ware wird auch noch beschlagnahmt. Und der Markenrechtinhaber wird sich bei Ihnen mit einer Abmahnung und satten Schadensersatzforderungen melden.

Sieht der Zoll Anhaltspunkte für gewerblichen Handel, kommt es übrigens nicht auf den Wert der Plagiate an. Selbst wenn dieser unter der Reisefreigrenze liegt, drohen die beschriebenen Folgen. Eine Freigrenze für nachgeahmte Ware, die gewerblich genutzt werden soll, gibt es nicht.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles, D.A.S. Rechtsschutz für Senioren.

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