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Senior beim Artz

Negative MPU - und nun?

4.07.2018

Rechtsfrage des Tages:

Durch so manche Verkehrssünde können Sie Ihre Fahrerlaubnis verlieren. Und nicht selten müssen Sie den sogenannten "Depperl-Test" bestehen, bevor Sie wieder hinters Steuer dürfen. Was passiert, wenn Ihr MPU-Gutachten negativ ausfällt?

Antwort:

Auch wenn Sie sich gut auf Ihre medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) vorbereiten, schon so einige sind beim ersten Versuch durchgefallen. Dann heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Bereits bei der Anmeldung zur MPU sollten Sie festlegen, dass das Gutachten nur an Sie geschickt werden darf und eine Schweigepflicht besteht. Wird ein negatives Gutachten direkt an die Fahrerlaubnisbehörde gesandt, ist es für die nächsten zehn Jahre Bestandteil Ihrer Fahrerlaubnisakte. Neue Gutachter werden die Ergebnisse mit Interesse zur Kenntnis nehmen.

Landet das Gutachten hingegen ausschließlich bei Ihnen, können Sie selbst entscheiden. Reichen Sie kein Gutachten innerhalb der von der Fahrerlaubnisbehörde gesetzten Frist ein, wird Ihr Antrag auf die Neuerteilung einfach abgelehnt. Sie können aber auch den Antrag zurückziehen und später einen neuen Antrag stellen. Die Kosten der Antragstellung müssen Sie dann zwar nochmal bezahlen, ersparen sich aber einen negativen Bescheid.

Starten Sie einen neuen Versuch bei der MPU, sollten Sie sich den Inhalt des negativen Gutachtens zu Herzen nehmen. Darin können Sie Hinweise finden, wie es beim nächsten Mal vielleicht besser klappt. So können Sie beispielsweise Empfehlungen für die Teilnahme an verkehrspsychologischen Beratungen oder Nachschulungen finden. Übrigens brauchen Sie keine Sperrzeit abzuwarten und können theoretisch sofort einen neuen Versuch machen.

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