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Geldbeutelinhalt

Und was verdienen Sie?

16.03.2018

Rechtsfrage des Tages:

Am Sonntag ist "Equal Pay Day", ein Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Eine gute Gelegenheit, das Entgelttransparenzgesetz näher zu beleuchten. Dieses soll die Bezahlung von Gehältern transparenter machen und dadurch für mehr Gerechtigkeit sorgen. Was genau verbirgt sich hinter dem Auskunftsanspruch?

Antwort:

Ursprünglich aus den USA kommend, wird der "Equal Pay Day" mittlerweile auch in einigen anderen Ländern begangen. In Deutschland fällt er dieses Jahr auf den 18. März. Dieser Tag markiert symbolisch das Datum, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer ab dem 01.01. bezahlt werden. Grundlage ist die durchschnittliche Differenz von 21 Prozent zwischen den Entgelten, was einem Zeitraum von 77 Tagen entspricht.

In Deutschland ist bereits im letzten Jahr ein Gesetz in Kraft getreten, dass durch Transparenz für Lohngleichheit sorgen soll. Ab dem 06.01.2018 haben Beschäftigte einen individuellen Auskunftsanspruch über die Entgelte von Kollegen. Allerdings nur in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten. Möchten Sie wissen, was Ihre Kollegen verdienen? Dann bitten Sie in Textform beispielsweise per E-Mail oder Brief um Auskunft. Ist Ihr Betrieb tarifgebunden oder tarifanwendend, schreiben Sie an den Betriebsrat. In Firmen ohne Betriebsrat beziehungsweise ohne Tarifvertrag ist der Arbeitgeber direkt der richtige Empfänger. Leitende Angestellte müssen sich immer direkt an den Arbeitgeber wenden.

Auskunft können Sie nur über Beschäftigte des anderen Geschlechts verlangen, die eine gleiche oder gleichwertige Tätigkeit ausüben. Daher müssen Sie in Ihrem Ersuchen eine entsprechende Tätigkeit benennen. Eine konkrete Person müssen Sie dabei nicht erwähnen. Sie erhalten unter anderem Informationen zu Kriterien und Verfahren der Entgeltfindung und dem durchschnittlichen Bruttomonatsgehalt. Einen Antrag auf Auskunft können Sie alle zwei Jahre stellen.

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Tags: Lohn

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