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Skifahrer im Lift

Schneechaos: Geld zurück für Skipass?

22.01.2019

Rechtsfrage des Tages:

In den letzten Jahren trieb Skiurlauber eher die Angst vor Schneemangel um. In diesem Winter trübte das Schneechaos in den Alpen den Spaß am Skifahren. Und so mancher Urlauber musste trotz teurem Skipass die Bretter im Skikeller stehen lassen. Können Sie den Preis für den Skipass erstattet verlangen?

Antwort:

Eigentlich freuen sich Skiurlauber über angekündigten Neuschnee. Was aber, wenn die weiße Pracht für ein Schneechaos sorgt? Vielerorts galt in den Skigebieten die höchste Lawinenwarnstufe. Piste und Lifte waren wegen der Gefahr umstürzender Bäume gesperrt. Dem Traum vom Wintersport wurde bei vielen Urlaubern ein Ende gesetzt. Ärgerlich ist das nicht nur wegen der vertanen Urlaubszeit. Auch der Skipass konnte nicht genutzt werden. Und dieser reißt regelmäßig ein beträchtliches Loch in die Urlaubskasse.

Auf eine Erstattung brauchen Sie aber kaum zu hoffen. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) schließen die Liftbetreiber nämlich in aller Regel eine Erstattung des Kaufpreises aus. Zumindest, wenn der Stillstand der Liftanlagen auf widrige Wetterverhältnisse zurückzuführen ist. Das gilt sowohl für Schneemangel als auch für Sturm oder die Sperrung aufgrund der Lawinengefahr.

Auch als Pauschalurlauber haben Sie wenig Chancen auf eine Erstattung. Schneemangel, Sturm oder auch Schneechaos gehören zum allgemeinen Lebensrisiko von Urlaubern. Nur wenn der Veranstalter Ihnen eine Garantie für befahrbare Pisten gegeben hat, könnte eine Minderung in Betracht kommen. Dann müssen aber auch wirklich alle Lifte außer Betrieb sein. Können Sie zumindest den Skischulhang befahren, dürfte ein Mangel eher abzulehnen sein.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles, D.A.S. Rechtsschutz für Senioren.

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Tags: Reisemangel

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