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Hand hält EC-Karte bei Online-Banking

Gutscheine und Umsatzsteuer

28.01.2019

Rechtsfrage des Tages:

Viele Geschäfte oder Dienstleister bieten ihren Kunden Gutscheine an. Bisher musste hinsichtlich der steuerlichen Behandlung zwischen Sach- und Wertgutscheinen unterschieden werden. Seit Anfang dieses Jahres gelten neue Regelungen. Was hat sich geändert?

Antwort:

Es gibt kaum etwas, für das nicht auch ein Gutschein verkauft werden kann. Neben Einkaufsgutscheinen können Events, Massagen, Kosmetikbehandlungen oder Ausflüge in Form von Gutscheinen an den Kunden gebracht werden. Bisher wurde bei der Beurteilung des Zeitpunkts der Umsatzsteuerpflicht zwischen Sach- und Wertgutscheinen unterschieden. Zu Beginn dieses Jahres ist eine Neuregelung in Kraft getreten. Jetzt müssen Sie hinsichtlich der Umsatzsteuer Gutscheine als Einzweck- oder Mehrzweckgutscheine einordnen.

Einen Einzweckgutschein verkaufen Sie, wenn der Ort der Leistung bereits festgelegt ist und auch die abzuführende Mehrwertsteuer feststeht. Typisches Beispiel könnte ein Büchergutschein sein, der nur im ausstellenden Ladengeschäft eingelöst werden kann. Liegt eine der beiden Voraussetzungen nicht vor, handelt es sich um einen Mehrzweckgutschein. Dies wäre beispielsweise ein Gutschein über einen noch auszuwählenden Erlebnistag.

Bei einem Einzweckgutschein fällt bereits beim Verkauf die Umsatzsteuer an. Hingegen gilt ein Mehrzweckgutschein als Zahlungsmittel. Die Umsatzsteuer fällt erst an, wenn der Gutschein vom Kunden eingelöst wird. Nicht betroffen von der Regelung sind Gutscheine über Preisnachlässe oder Preiserstattungen. Noch bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der genauen Zuordnung bestimmter Gutscheine. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Steuerberater zu Rate ziehen.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz für Selbständige: D.A.S. Rechtsschutz für Selbständige und Unternehmer, D.A.S. Rechtsschutz für Heilberufe, D.A.S. Rechtsschutz für Landwirte

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Tags: Gewerbe

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