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Handwerker in einer Reihe

Bauvertrag: Gestaltung des Widerrufsrechts

22.01.2018

Rechtsfrage des Tages:

Mit dem Jahreswechsel ist das neue Bauvertragsrecht für Verbraucher in Kraft getreten. Neben anderen wichtigen Änderungen müssen Bauunternehmer und Handwerker jetzt besonders auf das Widerrufsrecht achten. Wie genau sollten Sie die Belehrung des Verbrauchers gestalten?

Antwort:

Seit kurzem haben Verbraucher das Recht, Bauverträge für Neubauten oder erhebliche Umbauten zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Die Frist beginnt aber nur zu Laufen, wenn der Verbraucher ordnungsgemäß von Ihnen aufgeklärt wurde. Andernfalls verlängert sich die Frist um ein Jahr. Ihr Kunde hätte also ein Jahr und 14 Tage Zeit, den Vertrag wieder aufzulösen.

Auch wenn der private Bauherr den Vertrag widerruft, haben Sie zwar Anspruch auf Bezahlung bereits entstandener Kosten. Dennoch werden Sie sicherlich keinen Wert auf einen solchen Schwebezustand legen. Daher sollten Sie Ihre Kunden sorgfältig über das Widerrufsrecht aufklären.

In der Belehrung müssen Sie den Verbraucher auf sein Widerrufsrecht hinweisen und mitteilen, dass er keine Gründe für den Widerruf benennen muss. Weiter müssen Sie in der Belehrung Name, Anschrift und Telefonnummer angeben, an wen der Kunde seinen Widerruf richten kann. Dann müssen Sie die Widerrufsfrist nennen und wann diese zu laufen beginnt. Klären Sie Ihre Kunden auch darüber auf, dass die rechtzeitige Absendung des Widerrufs zur Fristwahrung ausreicht. Letztlich müssen Sie angeben, dass der Verbraucher im Falle des Widerrufs für bereits erbrachte Leistungen bezahlen muss.

Ein Muster für eine Widerrufserklärung finden Sie in Artikel 249 § 3 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB). Dieses Muster können Sie in Bezug auf Ihr Unternehmen und die Leistung ausfüllen und dem Kunden in Textform zur Verfügung stellen. Den Erhalt der Belehrung und die Kenntnisnahme sollten Sie sich durch Unterschrift von Ihrem Kunden bestätigen lassen.

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