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Sperrmüll

Auf Sperrmülljagd

31.01.2018

Rechtsfrage des Tages:

Wollen Sie alten Hausrat, Möbel oder große Elektrogeräte entsorgen, bietet sich die Sperrmüllsammlung an. Nicht selten finden die Entsorger bei der Abholung nur noch Rest der angekündigten Müllmenge. Dürfen Passanten oder gewerbliche Sperrmüllsammler die ausrangierten Sachen einfach mitnehmen?

Antwort:

Sperrmüllberge am Straßenrand üben auf manche eine fast magische Anziehungskraft aus. So soll es Leute geben, die regelrecht auf Sperrmülljagd gehen. Die Facetten reichen von Sammlern, die den Müll gewerblich verwerten wollen bis hin zu Jägern kostenloser Kuriositäten.

Viele werden dabei davon ausgehen, kein Unrecht zu tun. Dem ist aber tatsächlich nicht so. Der Irrglaube ist nämlich, dass der Sperrmüll mit dem Abstellen auf der Straße herrenlos wird. Tatsächlich gibt der bisherige Eigentümer der Schrankwand aus Echtholz sein Eigentum auf. Mit dem Abstellen auf der Straße zum Abholtermin geht das Eigentum aber auf den zuständigen Entsorger über.

In manchen Gemeinden bleibt hingegen der Eigentümer solange verantwortlich, bis der Sperrmüll abgeholt wird. So oder so - der Sperrmüll ist in beiden Fällen nicht herrenlos und darf entsprechend auch nicht mitgenommen werden. Tatsächlich ist in vielen Abfallsatzung ein Bußgeld vorgesehen, wenn Sammler Sperrmüll durchsuchen und mitnehmen.

In manchen Fällen begehen diese sogar einen strafrechtlich relevanten Diebstahl oder eine Unterschlagung. Will das zuständige Entsorgungsunternehmen den Sperrmüll einer bestimmten Verwertung zuführen, besteht nämlich ein wirtschaftliches Interesse.  Mancherorts zeigt sich die Kommune aber auch kulant. Solange der Sperrmüll nicht einfach nur woanders entsorgt, sondern genutzt wird, müssen Sammler nicht immer mit kostspieligen Folgen rechnen.

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